Jagdgewehr Mannlicher Schönauer Mod. RB2003 Ersatzteil.
Büchsenmacher Erich Schoder St.Johann 119 A-3352 St.Peter // Au Tel.:0043747742619 Fax:4schoenauer@eschoder.com
Die Fertigung durch Erich Schoder
Erich Schoder war der letzte Büchsenmacherlehrling, der
Ende der 60er Jahre bei der Produktion des wie oben genannten „Mannlicher Schönauer“ das Büchsenmacherhandwerk erlernte. Ihn
störte es seit 32 Jahren, dass so ein Jahrhundertwerk wie es der „Mannlicher-Schönauer“ ist, mehr und mehr in Vergessenheit geraten
war. Der 100ste Geburtstag motivierte den inzwischen zum
Unternehmer gewordenen Büchsenmacher derartig, dass er mit seinem Facharbeiterteam eine Neuauflage des „RB 2003
System Mannlicher Schönauer “ wagte, sodass der Jägerschaft bzw.
den Waffensammlern eine wie im oberen Teil beschriebene
Jagdbüchse angeboten werden kann.
Natürlich ist eine Kleinserienfertigung mit langen
Lieferzeiten verbunden. Dies soll jedoch die Freude am Erwerb einer legendären Jagdbüchse
nicht trüben. Der „RB 2003“ ist derartig ident
mit seinen Vorgängern aus dem 20. Jahrhundert, dass sogar die Einzelteile
austauschbar wären. In der Herstellung wird heute noch, genauso wie früher, sehr viel mit der Hand angefertigt. Gefertigt wird auf Bestellung, sodass Kaliberwünsche,
Schaftformen, Zielfernrohre usw. individuell bestellt werden können. Luxusausführungen, Gravuren, Goldeinlagen,
Monogramme, Schaftmagazine, usw. ist alles möglich. Sie werden sich freuen, nicht nur eine
ausgezeichnete Jagdbüchse, sondern ein legendäres Jahrhundertwerk zu erwerben bzw. zu besitzen.
Mannlicher Schönauer Mod. RB2003
Der Verschluss zeichnet sich durch eine hohe
Funktionstüchtigkeit aus.
Die lange Hülsenbrücke ist geschlitzt. Der
flache, jagdliche Kammerstengel kommt vor der Hülsenbrücke zur Anlage und
übt so eine Art Sicherheits- warzenfunktion aus. Lange Führungen der Schlösschenfahne und einer
Schiene vor dem Kammerstengel in Verbindung mit
seitlichen Führungen der beiden Warzen in der Hülse vermitteln
diesem Verschluss ein unerreicht leichtes Gleiten bei der Vor-und Rückbewegung der Kammer.Der auf der seitlichen Hülsenbahn angeordnete
Drücker erlaubt über eine Sperrklinke ein leichtes und schnelles
Entleeren des Magazins.Der Magazinschacht ist mit der Verschlusshülse
aus einem Teil gefertigt. Die Patronen (5 Stück) liegen um den
Trommelmechanismus herum. Die gesamte Magazinausführung ist somit
sehr platzsparend in der Waffe untergebracht.
Weitere Details:
Das Trommelmagazin kann ohne Werkzeug nach unten aus der
Waffe entfernt werden. Nach Eindrücken einer
Federplatte (oben in Richtung Verbindungsschraube) kann
der Magazinboden seitlich ausgeschwenkt und der Trommelmechanismus herausgenommen werden.
Ausführung Jagdstutzen:
Der Kornsockel ist mit einem Laufring ausgestattet.
Darauf wird der metallene Vorderschaftsabschluss aufgeschoben.
Entwicklungsgeschichte der „Mannlicher-Schönauer“
Jagdstutzen
Die beiden Waffenkonstrukteure Karl Ritter von
Mannlicher und Schönauer entwickelten Anfang des 20. Jahrhunderts den Jagdrepetierstutzen „Mannlicher
–Schönauer“ Modell 1903, der in seiner 70jährigen
Erzeugungszeit Weltruhm erlangte.Die bedeutendste
Entwicklung auf dem Gebiet der Jagdbüchsen war im
letzten Viertel des vorvorigen Jahrhunderts die
Einführung des rauchlosen Treibladungspulvers und im
Zusammenhang damit die Entwicklung kleinkalibriger
Mantelgeschosspatronen.1903 kam der legendäre „Mannlicher- Schönauer“, eine für
damalige Verhältnisse sehr moderne Repetierbüchse heraus, die zweifellos als Sensation im Jagdwaffenbau
angesehen werden kann. In dieser Ausführung, ganz geschäftet und mit einem nur 45 cm langen Lauf
ausgestattet, wurde diese Waffe zu einem Weltbegriff. Sie wurde aufgrund ihrer Handlichkeit eine überaus beliebte
Waffe des Hochgebirgsjägers.
Auch im übrigen Donauraum, den Karparten und sogar in
Afrika
wurde die „Mannlicher-Schönauer“ zu einem festen Begriff.
Starke Karpatenhirsche, Bären, grobe Sauen und in Afrika
sogar
Großwild bis zum Elefanten wurden damit gestreckt. Dazu
muß man allerdings bedenken, dass zur Zeit der Einführung von
Waffe und Patrone fast ausschließlich ohne Zielfernrohr, also über
die offene Visierung gezielt wurde.
In den 50er Jahren wurde der „Mannlicher Schönauer“ für
viele moderne Kaliber eingerichtet. Weiters kam eine lautlose
Schiebesicherung dazu und wurde für den Einsatz von Zielfernrohren erweitert. Die Vorrichtung zum Laden mit Ladestreifen
wurde als nicht mehr zeitgemäß angesehen und weggelassen.Außerdem wurde er nicht mehr ausschließlich als
Jagdstutzen, sondern auch als Büchse gefertigt. Der legendäre „Mannlicher Schönauer“ ist heute noch eine
faszinierende Jagdwaffe. Handlich, ausgewogen und zweifellos auch schön, vermittelt sie in hohem Maße
Nostalgie und Rückbesinnung auf eine längst vergangene Zeit und eine untergegangene Welt mit einer sehr hohen
Jagdkultur. Auch heute noch zeitgemäß ist die Verschluss- und Schlossauslegung mit einem überragend weichen
Schlossgang. Und von der Neuzeit nicht oder gar nicht übertroffen ist die Auslegung des Trommelmagazins mit seiner wohl
einzigartigen Entlademöglichkeit. So betrachtet war der „Mannlicher-Schönauer“ ein großer technischer Wurf und
daraus resultierend wohl mit die berühmteste Jagdwaffe des vorigen Jahrhunderts.
Wir erzeugen nun wieder nach dem System „Mannlicher-Schönauer“.
Nur noch sehr wenige besitzen die Fähigkeit, diese Waffe herzustellen. Herr Erich Schoder kann für
sich das Privileg in Anspruch nehmen, der letzte Lehrling gewesen zu sein, der das Handwerk der Fertigung dieser
legendären Büchse von Grund auf erlernt hat.
schoenauer@eschoder.com
http://www.eschoder.com
http://www.eschoder.com/france/france_index.htm
http://www.eschoder.com/english/english_index.htm
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